Zwölf Fragenvor dem ersten Layout.
Die meisten Relaunches scheitern nicht am Design. Sie scheitern daran, dass niemand vorher entschieden hat, was die Seite eigentlich leisten soll.
Die meisten Relaunches scheitern nicht am Design. Sie scheitern daran, dass niemand vorher entschieden hat, was die Seite eigentlich leisten soll.
7 Minuten Lesezeit Januar 2026 Von Greg
Relaunch
aura2wei Wissen
Wenn das Unternehmen weiter ist als die Website. Alles andere sind Symptome.
Ein Relaunch lohnt sich nicht, weil die Seite alt aussieht. Er lohnt sich, wenn zwischen dem, was ein Unternehmen kann, und dem, was digital davon ankommt, eine Lücke steht. Vier Anzeichen, die dafür sprechen:
Ein Wettbewerber hat eine neue Seite. Eine Agentur hat sich gemeldet. Ein Trend ist gerade aktuell. Das sind Auslöser, keine Begründungen.
Wir beantworten diese Fragen in einem Workshop, bevor jemand ein Layout öffnet. Sie sind unbequem, und genau deshalb wirksam.
Frage neun und zehn werden am häufigsten übersprungen und verursachen die meisten Verzögerungen.
Weil Design in Wochen entsteht und Texte in Monaten. Wer beides gleichzeitig startet, wartet am Ende auf die Texte.
Das ist kein Organisationsproblem, sondern ein Reihenfolgeproblem. Inhalte gehören an den Anfang, nicht ans Ende. Praktisch bedeutet das:
Alle bestehenden Adressen. Eine Seite, die vorher rankte und danach einen Fehler liefert, kostet Sichtbarkeit, die Monate braucht, um zurückzukommen.
Die Punkte, an denen wir vor jedem Livegang abhaken:
Seriös lässt sich das erst nach den zwölf Fragen sagen, weil der Aufwand von Umfang und Zustand abhängt. Was den Preis tatsächlich treibt:
Was den Preis nicht sinnvoll senkt: an der Struktur sparen. Ein günstiges Layout auf einer schlechten Struktur ist zweimal Geld für dasselbe Problem.
Der Launch ist der Anfang der Arbeit, nicht ihr Ende. Websites sterben selten am Launchtag, sondern im dritten Jahr, wenn niemand mehr zuständig ist.
Was in den ersten Wochen zählt: Weiterleitungen prüfen, Suchkonsole beobachten, echte Nutzung ansehen statt Vermutungen. Was danach zählt: ein festes, kleines Zeitfenster pro Monat für Inhalte, statt einmal im Jahr eine große Aktion.
Ein Relaunch ist keine Designfrage. Er ist eine Entscheidung darüber, was ein Unternehmen digital behaupten will und wer dafür zuständig bleibt.
Bei einem mittelständischen Unternehmen mit klaren Zuständigkeiten liegt der Rahmen üblicherweise zwischen acht und sechzehn Wochen. Der größte Einflussfaktor ist nicht die Technik, sondern wie schnell Inhalte und Entscheidungen kommen.
Technisch ja, sinnvoll selten. Wenn niemand vorher geklärt hat, was sich inhaltlich ändert, wird die Seite nur schneller falsch. Zwei Wochen reichen für ein neues Aussehen, nicht für eine neue Struktur.
Mit dem Design anzufangen. Der zweithäufigste ist, den Weiterleitungsplan zu vergessen und dadurch bestehende Sichtbarkeit zu verlieren. Beide Fehler sind vermeidbar und beide passieren regelmäßig.
Nein, und meistens sollten sie es nicht. Ein Relaunch ist die Gelegenheit, Seiten zu löschen, die niemand aufruft. Wichtig ist nur, dass jede gelöschte Adresse per Weiterleitung auf ein sinnvolles Ziel zeigt.
Das Konzept ist Teil der Arbeit, nicht ihre Voraussetzung. Es reicht, wenn klar ist, was sich digital falsch anfühlt. Die zwölf Fragen beantworten wir gemeinsam, nicht als Hausaufgabe vorab.