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WCAG 2.2 für Websites: Die Punkte, die im Alltag wirklich auffallen

Barrierefreiheit ist Interface-Qualität

Viele WCAG-Anforderungen sind keine Spezialfunktionen für eine kleine Nutzergruppe. Sie machen Interfaces allgemein robuster: klare Fokuszustände, gut klickbare Ziele, verständliche Formulare und Layouts, die auch bei Zoom funktionieren.

Fokus muss sichtbar bleiben

Wer mit Tastatur navigiert, muss jederzeit erkennen können, welches Element aktiv ist. WCAG 2.2 ergänzt außerdem Anforderungen dazu, dass fokussierte Elemente nicht hinter Sticky-Headern oder Overlays verschwinden.

320 Pixel sind ein wichtiger Stresstest

Beim Reflow darf Inhalt bei einer Breite von 320 CSS-Pixeln nicht verloren gehen oder horizontales Scrollen erzwingen. Genau hier fallen übergroße Typografie, starre Kartenraster und unflexible Navigationen auf.

Buttons brauchen mehr als Farbe

Interaktive Elemente benötigen ausreichenden Kontrast und eine erkennbare Zustandsänderung. Hover darf den Kontrast nicht verschlechtern. Fokus sollte nicht nur eine Farbnuance sein, sondern eine klar sichtbare Kontur.

Motion braucht eine Alternative

Animation kann Orientierung unterstützen, darf aber nicht Voraussetzung zum Verstehen sein. prefers-reduced-motion sollte respektiert werden. Inhalte müssen auch ohne Bewegung vollständig funktionieren.

Quellen und Vertiefung

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