Ein Relaunch beginnt nicht im Designprogramm
Wenn eine Website sichtbar gealtert ist, wirkt ein neues Layout wie die naheliegende Lösung. Oft liegen die eigentlichen Probleme aber tiefer: falsche Prioritäten, gewachsene Navigation, veraltete Inhalte oder unklare Verantwortlichkeiten.
Die zwölf Fragen
- Was hat sich verändert?
- Wer sind die wichtigsten Nutzer?
- Welche Aufgaben müssen besonders leicht sein?
- Welche Inhalte sind veraltet?
- Welche Seiten bringen heute Nachfrage?
- Welche Suchanfragen sind relevant?
- Welche Belege schaffen Vertrauen?
- Wer pflegt Inhalte?
- Welche Systeme müssen angebunden werden?
- Welche URLs dürfen nicht verloren gehen?
- Welche Performance-Ziele gelten?
- Woran wird Erfolg nach dem Launch gemessen?
Erst danach entsteht Struktur
Aus den Antworten ergeben sich Informationsarchitektur, Content-Prioritäten, Seitentypen und technische Anforderungen. Erst dann lohnt es sich, über Komponenten, Typografie und visuelle Sprache zu entscheiden.
Migration nicht vergessen
Ein Relaunch ohne URL-Inventar und Weiterleitungsplan kann bestehende Sichtbarkeit beschädigen. Alte URLs, interne Links, Metadaten und strukturierte Daten gehören deshalb in den Relaunch-Prozess.
Launch ist ein Übergang
Nach Veröffentlichung beginnt die Phase mit den wertvollsten Erkenntnissen: echte Nutzungsdaten. Gute Websites werden danach gezielt weiterentwickelt, statt wieder für Jahre unangetastet zu bleiben.